Selbsttests: Teste deine Hochsensibilität!

Du nimmst bestimmte Reize wie Geräusche, Stimmungen oder soziale Eindrücke besonders intensiv und differenziert wahr? Dann bist du möglicherweise hochsensibel! Etwas 20 bis 30 Prozent der Menschen bewegen sich laut aktuellen Studien in diesem Bereich des Sensibilitätsspektrums. 

Hochsensibilität gilt als Persönlichkeitsmerkmal und wurde erstmalig in den 1990er Jahren von Dr. Elaine Aron wissenschaftlich untersucht. Seitdem haben sich unterschiedliche Weiterentwicklungen des originalen Selbsttest entwickelt. Probiere aus, welcher Test am besten zu dir passt oder vergleiche deine Ergebnisse aus allen dreien: Dr. Elaine Aron, Prof. Véronique de Gucht oder Ulrike Hensel!

Bitte beachte: Bei den Selbsttests Hochsensibilität handelt sich nicht um eine zuverlässige Diagnostik, sondern dient durch Selbsteinschätzung zur Orientierung über die Ausprägung deiner Hochsensibilität.

Original Schnelltest: Test Hochsensibilität nach Dr. Elaine Aron

Dr. Elaine Aron gilt als Wegbereiterin für die Forschung zu Hochsensibilität. Hier findest du den ersten ins Deutsche übertragenen Selbsttest auf Basis ihrer Forschung. 

Der Test beinhaltet 27 Fragen, deren Beantwortung dir einen HSP-Score liefert, also einen Zahlenwert, wie stark deine Hochsensibilität vermutlich ausgeprägt ist.

Aktuelle Forschung: Test Hochsensibilität nach Prof. Véronique de Gucht

Seit den 1990er Jahren hat das Thema Hochsensibilität in der wissenschaftlichen Forschung an Bedeutung gewonnen und neue Erkenntnisse zu Tage gefördert. Deshalb entwickelte Prof. Véronique de Gucht an der Universität Leiden (Niederlande) 2024 einen neuen, umfassenderen Fragebogen auf Basis der Forschung von Dr. Elaine Aron mit Einbeziehung aktuellster wissenschaftlicher Erkenntnisse. 

Ins Deutsche übertragen wurde der Fragebogen 2025 von Prof. Dr. Philipp Yorck Herzberg, Lehrstuhlinhaber der Professur für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Als Vergleichswerte werden aktuell die Ergebnisse aus den Niederlanden herangezogen, mit wachsender Zahl an Testteilnehmenden werden bald auch länderübergreifende Vergleiche möglich sein. 

Der Test umfasst 33 Fragen und dauert zwischen 7 und 15 Minuten.

Ausführlicher Fragenkatalog: „Bin ich hochsensibel?“ nach Ulrike Hensel

Einen differenzierten Einblick in die verschiedenen Bereiche deiner Hochsensibilität erhältst du durch den Fragenkatalog von Ulrike Hensel, der ursprünglich in ihrem Buch „Mit viel Feingefühl: Hochsensibilität verstehen und wertschätzen“ (2013) erschienen und auch auf ihrer Website zu finden ist. 

Ich habe den folgenden Fragenkatalog in die Du-Form sowie in gendersensible Sprache übertragen, ansonsten ist er unverändert. Ulrike Hensel ist Autorin und selbst Coach für Hochsensibilität, hat zahlreiche Bücher zu diesem Thema veröffentlicht und arbeitet seit 2010 mit hochsensiblen Erwachsenen in Aidlingen. Ein Blick auf ihre Website lohnt sich für weitere Informationen.

Einleitende Hinweise

Die Fragen des folgenden Fragenkatalogs sind für die Selbsteinschätzung konzipiert. Dabei beruhen viele Fragen auf einem Vergleich mit anderen Menschen, denn das für Hochsensible (also für ca. 20 Prozent der Menschen) Charakteristische definiert sich ja nicht für sich genommen, sondern eben gerade im Unterschied zu den 80 Prozent Nicht-HSP.

Einzuschätzen, ob du zum Beispiel mehr als andere wahrnimmst oder tiefer nachdenkst oder intensiver fühlst, ist nicht einfach. Du kannst ja nicht in andere hineinschauen, kennst deren Gefühltes und Gedachtes nur indirekt über beobachtbares Verhalten und über das, was andere im Gedankenaustausch über sich mitteilen.

In der folgenden Zusammenstellung von Fragen sind keine Ja/Nein-Kästchen vorgesehen, du bekommst am Ende auch keine zahlenmäßige Auswertung mit Abstufungen. Der Grund: Es handelt sich nicht um einen diagnostischen ‚Fragebogen‘, sondern einen informativen, zur Selbstreflexion anregenden ‚Fragenkatalog‘. Die Fragen kannst du aus der Innensicht beurteilen. Es braucht die Fähigkeit, dich selbst mit etwas Abstand zu beobachten, um wiederkehrende Muster im Denken, Fühlen und Handeln als solche erkennen zu können. Die Beschäftigung mit den Fragen ist womöglich der Beginn einer langen und spannenden Entdeckungsreise!

Der Fragenkatalog zeichnet ein Gesamtbild. Bei jeder Person liegen die Schwerpunkte anders, kaum eine ist überall gleichermaßen dabei. Auch als HSP wirst du nicht unbedingt immer mit einem eindeutigen ‚Ja‘ antworten, sondern manchmal nur mit ‚eher ja‘. Gerade wenn du zu den extrovertierten und/oder den abenteuerlustigen hochsensiblen Menschen gehörst, werden häufiger eingeschränkte Ja-Antworten auftauchen. Beide dieser Eigenschaften überdecken teilweise die typisch hochsensiblen Charakteristika.

Ein ‚teilweise ja‘ ergibt sich an manchen Stellen schon daraus, dass ich nicht aus jeder Einzelfrage einen eigenen Punkt gemacht, sondern inhaltlich nah zusammenliegende Fragen unter einem Punkt zusammengefasst habe. Aber schon die Tendenz ist bedeutsam!

Versuche, möglichst offen und wertfrei an die Fragen heranzugehen. Es geht hier gar nicht um ‚gut‘ oder ‚schlecht‘ oder ‚erfreulich‘ oder ‚lästig‘. Es ist nun mal so, dass Hochsensibilität ein Gesamtpaket mit Licht- und Schattenseiten ist, also wird sicher Angenehmes und Unangenehmes, Willkommenes und Unwillkommenes dabei sein.

Die Fragen

Rückblick

  • Hast du im Laufe deines Lebens unzählige Male Sätze zu hören bekommen wie „Sei doch nicht so empfindlich!“, „Stell dich nicht so an“, „Du bist überempfindlich“, „Du Sensibelchen!“, „Jetzt reiß dich mal zusammen“, „Was hast du jetzt schon wieder?“, „Das bildest du dir nur ein“, „Du machst es aber kompliziert“, „Mit dir ist es immer so schwierig“, „Du denkst zu viel!“, „Du überreagierst!“, „Du steigerst dich da in etwas hinein!“?
     
  • Hast du selbst mehrfach gedacht, dass du irgendwie verkehrt bist? Dass etwas mit dir nicht stimmt? Du nicht in diese Welt passt? Hast du dich häufig nicht zugehörig gefühlt? Sondern als Außenseiter*in? Missverstanden, unverstanden?
     
  • Hielten Eltern, Verwandte und Lehrkräfte dich für scheu, schüchtern, gehemmt oder (über-)ängstlich, als du Kind und Jugendliche*r warst?
     
  • Erinnerst du dich daran, dass Mitschüler*innen und Freund*innen dich aufforderten, bei Aktivitäten mitzumachen, während du noch zögertest und erst einmal zuschauen und überlegen wolltest?
     
  • Hast du schon oft im Leben den Wunsch gehabt, ein dickeres Fell zu haben, um besser gegen die Unbilden des Lebens geschützt zu sein? Robuster und belastbarer, stabiler und weniger verletzlich zu sein?
     
  • Hast du selbst nach Erklärungen oder Diagnosen gesucht für dein Sosein? Hast du vielleicht sogar schon einmal Diagnosen wie ADHS, Autismus oder Borderline in Erwägung gezogen? Haben vielleicht andere (eventuell auch Fachpersonen) Vermutungen in Richtung psychischer Erkrankung geäußert?
     

Wahrnehmen

  • Hast du ganz generell eine umfangreiche, differenzierte und intensive Wahrnehmung über alle Sinne?
     
  • Bemerkst du Nuancen und Feinheiten in deiner Umgebung (z. B. leise, entfernte Geräusche, feinste Gerüche, leichte Geschmacksnoten, kaum sichtbare Veränderungen), die anderen gar nicht (störend) auffallen?
     
  • Empfindest du manche oder viele Reize als sehr störend: manches Kunstlicht (Neon- oder Energiesparlampen), grelles Licht, blendende Sonne, schnelle Bildfolgen, Lärm, bestimmte Geräusche, strenge Gerüche, Zugluft, einengende, kratzige Kleidung (z. B. Etiketten in Pullis, Hemden und T-Shirts!), Menschenansammlungen? Stellst du fest, dass du dadurch in deinem Wohlbefinden schnell beeinträchtigt bist?
     
  • Bist du durch deine intensive Wahrnehmung in einer reizerfüllten Umgebung (Supermarkt, Kaufhaus, Einkaufszentrum, Großstadt) von den vielen Eindrücken eher als die meisten anderen überstimuliert?
     
  • Ist starker Lärm (z. B. Martinshorn von Einsatzfahrzeugen, quietschende Bremsen eines einfahrenden Zugs oder ein Presslufthammer) oder andauernder Lärm (z. B. Straßenlärm, Baustellenlärm, Partylärm aus der Nachbarwohnung) für dich quälend? Sind manche leisen Dauergeräusche (z. B. Pfeifen eines Heizkörpers, Ticken einer Uhr) für dich nervig?
     
  • Hast du Probleme mit Geräuschen, die von Mitmenschen ausgehen: Kau- und Atemgeräusche, Räuspern, Husten, Schnarchen?
     
  • Fällt es dir in einem geräuschvollen Umfeld schwer, dich zu konzentrieren? Kannst du schlecht Hintergrundgeräusche (z. B. Radio, TV, sich unterhaltende Menschen) ausblenden?
     
  • Bist du ziemlich schreckhaft? Leicht zu irritieren? Brauchst du lange, um nach einer Störung wieder den Faden zu finden und zur Normalität zurückzukommen?
     
  • Kannst du gut Fehler, Unstimmigkeiten, Widersprüche und Unwahrheiten aufspüren?
     
  • Liest du zwischen den Zeilen und hörst Untertöne und Zwischentöne heraus? Hast du ein Gespür für Unterschwelliges?
     
  • Hast du ein feines Gespür für die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen? Bekommst du z. B. bei einer Party schon nach wenigen Minuten mit, wer an wem interessiert ist, wer wen mag oder nicht mag?
     

Denken

  • Machst du dir oft viele Gedanken?
     
  • Denkst du lange und intensiv über vieles nach? Ist es dir wichtig, den Dingen auf den Grund zu gehen? Gerätst du vielleicht öfter ins Grübeln?
     
  • Fällt es dir relativ leicht, in komplexen Zusammenhängen zu denken? Querverbindungen herzustellen? Über den Tellerrand hinauszuschauen?
     
  • Kommst du öfter auf ungewöhnliche Lösungsideen? Hast du schneller als andere Lösungen parat?
     
  • Fällt es dir leicht, Analogien zu bilden?
     
  • Hast du einen besonderen Sinn für Situationskomik und Skurriles?
     
  • Hast du schon öfter die Rückmeldung von anderen bekommen, du würdest Gedankensprünge machen?
     
  • Beziehst du gemachte Erfahrungen stark in dein Denken mit ein? Denkst du vorausschauend?
     
  • Ist es deine Gewohnheit, bei Entscheidungen möglichst viele Aspekte in deine Überlegungen mit einzubeziehen? Fällt es dir mitunter ziemlich schwer, Entscheidungen zu treffen? Brauchst du vielleicht länger für Entscheidungen als andere?
     
  • Neigst du zu kritischem Denken? Nimmst du nicht so leicht etwas als gegeben hin? Hinterfragst du Vorgaben? Stellst du gegebenenfalls auch Autoritäten infrage?
     
  • Hast du einen Fokus darauf, Gedankengänge, Konzepte und Modelle auf Logik, Richtigkeit und Stimmigkeit zu prüfen (z. B. diesen Fragenkatalog)?
     
  • Denkst du sehr bildhaft? Bist du Tagträumer*in? Hast du eine rege Fantasie und eine gute Vorstellungskraft? Ergeben sich daraus sowohl Kreativität und Vorfreude als auch Befürchtungen und Sorgen (schlimmstenfalls Katastrophenfantasien)?
     
  • Findest du Philosophie und Geisteswissenschaften spannend? Interessierst du dich für das große Ganze? Bist du offen für Spiritualität oder Religion?
     
  • Kannst du dich lebhaft an vergangene Begebenheiten und Erlebnisse erinnern?
     
  • Hast du ein gutes episodisches Gedächtnis, erinnerst dich an Einzelheiten zurückliegender Begebenheiten? Vielleicht an Sätze, die jemand einmal zu dir gesagt hat?
     
  • Hast du über deine Intuition einen guten Zugang zu deinem Wissens- und Erfahrungsschatz?
     

Fühlen

  • Hast du einen relativ engen Wohlfühlbereich (z. B. zwischen zu warm und zu kalt, zu langweilig und zu viel los)?
     
  • Fühlst du dich in einer lauten, turbulenten Umgebung und im Zusammensein mit vielen Menschen von den vielen Eindrücken eher als andere überreizt, erschöpft und erholungsbedürftig?
     
  • Hast du ein intensives Gefühlsleben? Erlebst du in starkem Maße gefühlsmäßige Höhen und Tiefen?
     
  • Hallt bei dir emotionales Erleben – egal ob positiv oder negativ – grundsätzlich lange nach? Trauerst du lange? Dauert es lange, bis du dich nach einer Aufregung wieder beruhigt hast? Brauchst du Ruhezeiten, um Erlebtes gefühlsmäßig verarbeiten zu können? Zehrst du lange von einem außergewöhnlich schönen Erlebnis?
     
  • Wirst du mitunter von deinen Gefühlen geradezu überwältigt? Erschrickst du manchmal angesichts deiner heftigen Reaktionen? Findest du es gelegentlich schwer, deine starken Gefühlsregungen unter Kontrolle zu halten?
     
  • Bist du leicht zu Tränen gerührt? Kommen dir leicht die Tränen?
     
  • Erfasst dich schon mal ein Weltschmerz?
     
  • Träumst du lebhaft? Gehen dir Träume öfter lange nach?
     
  • Vermeidest du es, Spielfilme und Krimis mit brutalen Gewaltszenen anzusehen?
     
  • Erschüttern dich Bilder von Kriegen, Hungersnöten, Katastrophen in Nachrichten und Reportagen? Geht dir das Leid von Mensch und Tier, die Zerstörung der Natur sehr nahe?
     
  • Fühlst du dich sehr verbunden mit der Natur und allen Kreaturen?
     
  • Hast du eine gefühlsmäßig intensive Verbindung zu den Menschen, mit denen du in Beziehung stehst?
     
  • Empfindest du Konfliktsituationen als sehr belastend? Wirken Streit und Missstimmung bei dir lange nach?
     
  • Hast du ein starkes Einfühlungsvermögen? Erspürst du leicht Befindlichkeiten und Stimmungen bei anderen?
     
  • Haben Gefühlsäußerungen und Stimmungen anderer einen starken Einfluss auf deine eigene Gefühlslage? Hast du den Eindruck, dass du geradezu die Stimmungen anderer übernimmst? Fühlst du häufig so stark mit, dass du mitleidest, wenn es deinem Gegenüber schlecht geht? Fällt es dir schwer, dich emotional abzugrenzen?
     
  • Empfindest du starke Glücksgefühle durch Naturerlebnisse (z. B. Sonnenuntergang, Sternenhimmel, Morgentau, Schmetterlinge auf Blüten, Weitblick von einem Berggipfel, Meeresrauschen)?
     
  • Genießt du sinnliche Eindrücke: eine Augenweide, einen Wohlklang, einen Wohlgeruch, einen Wohlgeschmack, ein Wohlgefühl?
     
  • Beglückt dich Schönes und Schöngeistiges? Erfreust du dich außerordentlich an Kunst (z. B. Malerei, Bildhauerei, Musik, Gesang, Theater)? Bist du davon zuweilen sehr angerührt?
     

Kommunizieren

  • Neigst du dazu, deine Worte mit Bedacht zu wählen? Dich vorsichtig auszudrücken? Dich indirekt mitzuteilen?
     
  • Bist du andererseits sehr direkt und unumwunden, wenn du dich verletzt fühlst und aufgebracht bist? Bist du dann vielleicht nicht gerade zimperlich in der Wortwahl?
     
  • Reagierst du schon mal gereizt bis hin zu aggressiv, wenn du überlastet bist?
     
  • Genügen dir oftmals Andeutungen, kleine Gesten, Blicke und Nuancen im Ton, um zu verstehen, was andere dir mitteilen wollen?
     
  • Hast du dich schon gewundert, warum Andeutungen und körpersprachlicher Ausdruck meist nicht ausreichen, um von anderen verstanden zu werden?
     
  • Findest du andere Menschen in ihrer Art zu kommunizieren häufig zu direkt, schroff und unsensibel?
     
  • Wünschst du dir oftmals mehr räumliche Distanz zu deinem Gesprächsgegenüber, um dich wohlzufühlen?
     
  • Bist du sehr harmoniebedürftig? Brauchst du im Konfliktfall unbedingt konstruktive, faire Auseinandersetzungen? Nimmt heftiger Streit dich sehr mit?
     
  • Bist du darum bemüht, Konflikte zu klären, weil dir unausgesprochene Differenzen zu schaffen machen?
     
  • Nimmst du das, was (zu dir) gesagt wird, schnell sehr persönlich? Fühlst du dich leicht angegriffen und gekränkt? Ist Kritik sehr schlimm für dich? Nimmst du dir Zurechtweisungen und Vorwürfe sehr zu Herzen?
     
  • Findest du manches, was andere als Spaß ansehen, gar nicht witzig?
     
  • Ist es für dich unverzichtbar, dass deine Gesprächspartner*innen ehrlich und wahrhaftig sind?
     
  • Führst du lieber inhaltsreiche, tiefschürfende, statt belanglose, oberflächliche Gespräche? Kannst du Smalltalk wenig abgewinnen?
     
  • Kannst du gut zuhören (wenn es dir gut geht)? Ist es schon oft vorgekommen, dass andere sich mit Problemen an dich wenden und dir ihr Herz ausschütten?
     
  • Fällt es dir immer wieder schwer, dich ausreichend abzugrenzen? Anderen ein Nein zuzumuten?
     

Beziehungs- und Lebensgestaltung

  • Orientierst du dich stark an Werten? Hast du z. B. einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn? Bist du idealistisch?
     
  • Hast du häufig den Impuls, anderen Menschen und überhaupt anderen Kreaturen helfen zu wollen? Dich für eine bessere Welt einzusetzen?
     
  • Sind dir harmonische und friedliche Beziehungen außerordentlich wichtig – im Privat- und im Arbeitsleben?
     
  • Bist du geneigt, viel Rücksicht auf andere zu nehmen? Ist es dir schon öfter passiert, dass du eigene Bedürfnisse hinten angestellt und dich angepasst hast? Weißt du manchmal gar nicht genau, was du selbst wirklich willst?
     
  • Erahnst du oftmals, was andere brauchen und wünschen? Hast du dann den Impuls, anderen etwas Gutes tun zu wollen?
     
  • Fühlst du dich wohler im Zusammensein mit nur einer Person oder in einer kleinen Gruppe? Findest du Familienfeiern und Partys leicht anstrengend?
     
  • Hast du zwischendurch immer mal wieder das starke Bedürfnis, dich aus der Gemeinschaft zurückzuziehen, um dich zu erholen und wieder zu dir zu finden?
     
  • Brauchst du überhaupt verhältnismäßig viel Zeit für dich allein, um dich wohlzufühlen?
     
  • Meidest du wenn möglich Menschenansammlungen? Fühlst du dich unwohl in vollen Einkaufszentren oder auf Großveranstaltungen? Sind Volksfeste nicht dein Ding? Bereiten dir Vergnügungsparks kein Vergnügen?
     
  • Gibt es dir viel, in der Natur zu sein? Bist du ausgesprochen gerne am/im Wasser? Findest du in der Natur so gut wie sonst nirgends Erholung?
     
  • Findest du Urlaubsreisen oft gar nicht wirklich erholsam? Bereiten die Vorbereitungen, die Anreise, die ungewohnte Umgebung, ausgedehnte Unternehmungen am Urlaubsort dir Stress?
     
  • Gehst du mit Bedacht, Umsicht und Vorsicht an Neues heran? Bist du zunächst abwartend und beobachtend, bevor du handelst? Bereitest du dich gründlich auf deine Vorhaben vor? Bist du bestrebt, Risiken zu minimieren?
     
  • Findest du es schwer, mit größeren Veränderungen im Leben (z. B. Umzug, Jobwechsel) zurechtzukommen? Selbst dann, wenn du sie selbst herbeigeführt hast und sie im Grunde erfreulich sind?
     
  • Bedeutet es dir viel, deine Kreativität und deine künstlerische Ader in irgendeiner Weise auszuleben?
     
  • Gestaltest du deine Umgebung gerne liebevoll und individuell? Mit einem besonderen Sinn für Ästhetik?
     

Arbeitshaltung und Leistungsfähigkeit

  • Ist es dir sehr wichtig, Sinn in deinem beruflichen Tun zu finden? Deine Begabungen einzusetzen? Deine Berufung zu finden und ihr zu folgen?
     
  • Hast du einen sehr hohen Anspruch an die Qualität deiner Arbeit? Bist du ausgesprochen pflichtbewusst und gewissenhaft? Bist du sehr bemüht, Fehler zu vermeiden und nichts zu vergessen?
     
  • Nimmst du die Dinge sehr genau? Hast du eine große Liebe zum Detail? Geht das manchmal bis hin zum Perfektionismus?
     
  • Kommt bei dir ganz klar Qualität vor Quantität?
     
  • Fühlst du dich sehr unwohl, wenn du bei der Arbeit beobachtet wirst? Werden deine Arbeitsergebnisse dann schlechter als sonst?
     
  • Brauchst du relativ viel Freiraum bei der Ausführung deiner Aufgaben, um motiviert zu bleiben und zu guten Arbeitsergebnissen zu kommen?
     
  • Stehst du nicht gern im direkten Wettbewerb?
     
  • Kannst du sehr schlecht unter Zeit-/Leistungs-/Erwartungsdruck arbeiten? Machst du dir auch viel (unnötigen) Druck selbst?
     
  • Wirst du leicht nervös und fahrig, wenn du mehrere Dinge in kurzer Zeit zu erledigen hast? Wenn vieles gleichzeitig auf dich einströmt? Wenn mehrere Personen zugleich etwas von dir wollen?
     
  • Bist du in deiner Leistungsfähigkeit in hohem Maße abhängig von für dich geeigneten Umgebungsbedingungen? Stresst es dich, wenn es um dich herum laut, hektisch und turbulent zugeht?
     
  • Fühlst du dich nach einem Arbeitstag in einer reizerfüllten Umgebung und mit vielen sozialen Kontakten so erschöpft, dass du dann ein starkes Rückzugsbedürfnis hast?
     
  • Denkst du öfter einmal, dass eine Vollzeitbeschäftigung über viele Jahre hinweg für dich kaum zu schaffen ist?
     
  • Hat es sich schon gezeigt, dass du in Ausnahmesituationen einen kühlen Kopf bewahren kannst, weißt, was zu tun ist und besonnen handelst?
     

Körperempfindungen und Körperreaktionen

(Dieser ganze Fragenblock ist nicht für alle HSP gleichermaßen zutreffend)

  • Gerätst du im Vergleich zu anderen deutlich früher in einen Zustand der Überreizung, das heißt der nervlichen und körperlichen Erschöpfung – auch mit entsprechenden Stresssymptomen?
     
  • Beeinträchtigt dich zu wenig Schlaf am darauffolgenden Tag erheblich in deiner Befindlichkeit und Leistungsfähigkeit?
     
  • Reagierst du leicht mit körperlichen Symptomen auf seelische Probleme bzw. Überlastung (z. B. Migräne, Magenschmerzen)? Haben medizinische Fachpersonen schon von psychosomatischen Erkrankungen gesprochen? Hast du schon mit Fieber im Bett gelegen ohne weitere Symptome, so als ob der Körper eine Erholungspause erzwingen würde?
     
  • Hast du (eigentlich) ein feines Gespür für deinen eigenen Körper? Merkst du z. B. schon leiseste Anzeichen einer beginnenden Erkältung?
     
  • Spürst du manchmal in irritierender Weise den eigenen Herzschlag?
     
  • Hast du eine niedrige Schmerzschwelle (auffällig z. B. bei einer zahnärztlichen Behandlung)?
     
  • Beobachtest du an dir starke Reaktionen auf Koffein und Alkohol? Meidest du womöglich Kaffee und/oder Alkohol? Oder trinkst nur wenig davon?
     
  • Stellst du häufig starke Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten fest (auch bei pflanzlichen und homöopathischen Mitteln)?
     
  • Leidest du unter Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten? Verträgst du viele Zusatzstoffe in der Nahrung nicht?
     
  • Hast du eine empfindliche Haut? Hast du (hin und wieder) mit Hautproblemen zu kämpfen?
     
  • Reagierst du stark mit verschiedenen Symptomen auf Schadstoffe in der Luft (z. B. Rauch, Staub, Auspuffgase, Chemikalien)?
     
  • Haben Hunger- und Durstgefühle einen erheblichen Einfluss auf deine Befindlichkeit?
     

Auswertung

Wenn du ungefähr zwei Drittel der Fragen oder mehr mit Ja bzw. einer deutlichen Tendenz zu Ja beantwortet hast, gehörst du mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Gruppe der hochsensiblen Menschen – vor allem, wenn die betreffenden Aussagen schon immer auf dich zugetroffen haben. Die Zweidrittel-Hürde setze ich deshalb, weil sicher auch Nicht-HSP etliche Fragen mit Ja beantworten würden.

Kaum eine HSP findet sich in allen aufgeführten Punkten gleichermaßen wieder, in der Regel jedoch sind die Ja-Antworten über die Bereiche verteilt. Hochsensible Extrovertierte haben vermutlich weniger Ja-Antworten, ebenso hochsensible Sensation Seeker.

Die Lebensgeschichte, die Lebensumstände und die Lebensführung der Person haben Einfluss darauf, wie die veranlagungsbedingte Hochsensibilität sich ausgeprägt hat und bemerkbar macht. Es ist die Gesamtheit der Einzelaspekte, die Hochsensibilität erkennen lässt. Der letzte Fragenkomplex zu Körperempfindungen und -reaktionen kann als in Klammern gesetzt verstanden werden, da er erfahrungsgemäß für eine Reihe von HSP nicht zutrifft. Für andere wiederum rundet er das Selbstverständnis ab.

Hochsensibel – und jetzt?

Du hast die Test gemacht und nun viele Fragen im Kopf? Hinterfragst du vielleicht eine Menge Situationen in deiner Vergangenheit, die mit deiner neuen Kenntnis in einem neuen Licht erscheinen? Wurde dir vielleicht sogar klar, warum du in einigen beruflichen oder privaten Situationen besonders feinfühlig reagiert hast? Oder hast du Herausforderungen erkannt, für die du gern einen hilfreicheren Umgang entwickeln würdest?

Ich begleite dich gern im Rahmen eines Coachings. Melde dich dazu gern bei mir!

Magazinbeitrag: Hochsensibilität als Stärke im Beruf

Bei Coachverzeichnis, einer Übersicht über zertifizierte Coaches im deutschsprachigen Raum, findest du eine Reihe an Magazinbeiträgen zum Thema Hochsensibilität und wie sie als Stärke gelebt werden kann. Auch ich habe einen Beitrag geschrieben über „Hochsensibilität im Beruf: Stärken nutzen, Grenzen setzen“ und darüber, welche Chancen Hochsensibilität im Sinne der Neurodiversitätsbewegung für unsere zukünftige Arbeitswelt bietet.

Rechtlicher Hinweis: Keine Heilversprechen

Mein Angebot versteht sich als ressourcen- und lösungsorientierte Begleitung auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden, Klarheit und Entwicklung. Es ersetzt weder eine medizinische noch eine psychotherapeutische Behandlung und beinhaltet keine Diagnosen oder Heilversprechen. Ziel der Zusammenarbeit ist die Stärkung der eigenen Kompetenzen und Handlungsspielräume im Alltag – medizinische oder therapeutische Anliegen gehören in die Hände entsprechend ausgebildeter Fachpersonen. Die Verantwortung für Gesundheit und persönliche Entwicklung bleibt jederzeit bei den Coachees und Teilnehmenden. Sollte ärztliche oder therapeutische Unterstützung angezeigt sein, empfehle ich ausdrücklich, diese ergänzend in Anspruch zu nehmen.

Ich möchte einen Kennenlerntermin vereinbaren

Ich bin damit einverstanden, dass diese Daten zum Zweck der Kontaktaufnahme gespeichert und verarbeitet werden. Mir ist bekannt, dass ich meine Einwilligung jederzeit widerrufen kann.*

Felder mit einem * sind Pflichtfelder
Danke für die Nachricht! Ich melde mich so schnell wie möglich bei dir.

Schreib mir eine Nachricht

E-Mail: info@hannahsophiewelte.com

WhatsApp: +49 160 98362766

Ich freue mich auf deine Nachricht über das Kontaktformular, per E-Mail oder WhatsApp.

Ich melde mich baldmöglichst bei dir!

Telefon- oder Videotermine gern nach Vereinbarung.

Du möchtest dir direkt selbst einen Termin aussuchen?

Zertifizierungen

Kooperationen

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.